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WieCaspar David Friedrich
Landschaftsmaler wurde





Es ist wenig bekannt, daß der berühmte romantische Landschaftsmaler Caspar David Friedrich ursprünglich Portraitmaler werden wollte. Doch eines Tages, in den jungen Jahren seiner Anfänge, war er mit seinem Jugendfreund Gero von Fallenhein auf der Steilküste der berühmten Insel Rügen unterwegs, um diesen vor der eindrucksvollen Kulisse der Kreidefelsen, die er später noch so oft malen sollte, zu porträtieren. Während er seine Farben mischte, bat er gedankenverloren den Freund, der, auf seinen Spazierstock gestützt stand, den Mantel elegant um die Schultern gehängt, den Zweispitz auf dem Kopf, er möge noch den einen oder anderen Schritt zurücktreten. Als der Maler dann von seiner Palette aufsah, war der Freund verschwunden. Doch in diesem Augenblick erkannte Caspar David Friedrich in einem Moment der nie gekannten Klarheit, daß die grandiose Kulisse der Steilküste, der Felsen und des Meeres in sich selbst vollkommen war und kein weiteres Element mehr benötigte. Schnell und fast wie im Fieber malte er diese, seine erste Landschaft, um den flüchtigen Eindruck auch ja nicht zu verlieren.

Caspar David Friedrich hat später oft doch noch Menschen gemalt, immer wieder auf Bergen und vor Abgründen, doch diese, um weitere Mißgeschicke zu vermeiden, ausschließlich von hinten.